Warum machen uns Zucker und ein Übermaß an stärkehaltigen Kohlenhydraten das Leben schwer?

Damit diese Frage beantwortet werden kann, müssen wir uns den Zuckerstoffwechsel genauer ansehen.

Immer wenn wir essen, herrscht momentan ein Überangebot an Energie, die letztendlich in der Muskulatur, der Leber und im Fettgewebe gespeichert wird. Das wichtigste Hormon dazu ist INSULIN. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und ist das einzige Hormon, welches  den Blutzuckerspiegel senken kann. Der gesunde Referenzwert für den Blutzuckerspiegel definiert sich derzeit zwischen 70 und 110 ml/dl Blut.

Die Hauptaufgabe des Insulins ist nun, sowohl Proteine als auch Fette und Kohlenhydrate (wird im Zuge der Verdauung zu Zucker abgebaut) zu speichern.

Ein Teil des aufgenommenen Zuckers wird hauptsächlich in die Muskulatur eingelagert. Der überschüssige Zucker gelangt aber schnurstracks wieder zurück in die Leber und wird dort an Fettsäuren gebunden (Triglyzeride) und als Fett in der Leber und der Peripherie gespeichert.

Das bedeutet, wenn unser Bauchumfang wächst, dann essen wir zu viel Zucker und Stärke!!

Während wir Energie speichern ist Insulin aktiv und ausreichend vorhanden. Wir SPEICHERN, aber VERBRAUCHEN nicht. Dafür sind längere Essenspausen notwendig.

Dann, wenn wir Hunger verspüren, wird nämlich ein anderes Hormon aktiv: das GLUCAGON. Wenn unser Blutzuckerspiegel absinkt, weil wir eben einmal längere Zeit nicht gegessen haben, dann sorgt Glucagon für Energie aus unseren Speichern und hebt damit den Blutzuckerspiegel wieder an. Jetzt VERBRAUCHEN wir.

Aus diesem Grund sind lange Essenspausen für ein Gewichtsmanagement unumgänglich. Vier bis sechs Stunden zwischen den Mahlzeiten vergehen zu lassen, ist eine echt sinnvolle Maßnahme. Weiters sollten zwei bis drei Mahlzeiten am Tag ausreichend sein. Und bitte: selbst ein Stück Apfel, ein Bissen Brot, ein Schluckerl Saft, etc. führen dazu, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin produziert und dann SPEICHERN wir 😊

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